Archäologie am Domplatz

Zeitreise der 1SPA und 1SPB in die Vergangenheit

Ursprünglich sollte der St. Pöltner Domplatz, der als Markt- und Parkplatz genutzt wurde, für die Bürger/innen St. Pöltens und Besucher neu gestaltet werden. Im Zuge der Arbeiten stießen die Bauarbeiter auf historische Gräber und Mauern. Seit diesem Zeitpunkt – 2010 – ist das Bundesdenkmalamt mit Spezialist/innen bei den Ausgrabungen tätig. Die Grabungsdauer musste immer wieder verlängert werden (derzeit bis 2018).

Was hörten und sahen wir? Nicole Sommer aus dem Archäolog/innenteam erklärte uns die geschichtlichen Hintergründe, wie es zu den unterschiedlichen Bauwerken und zum Friedhof kam. Beginnend bei römischen Bauten, legten die Archäolog/innen auch eine romanische Kapelle und einen mittelalterlichen Wassergraben frei. Ebenso berichtete sie über deren tägliche Arbeit. Wir konnten auch ihre Kolleg/innen (20 Personen) bei deren wissenschaftlichen Arbeiten beobachten. Beispielsweise legten sie mit Pinseln Fundstücke frei, die anschließend katalogisiert wurden, andere Fachleute spielten die Daten in einen Computer ein.

Weiters sahen wir Knochen von Oberschenkeln, Schädelskelette und sogar Gehörknöchelchen waren unter den Fundobjekten dabei, aus deren Beschaffenheit man etwa schwere Verletzungen und Erkrankungen erkennen konnte. Anthropolog/innen analysieren regelmäßig die Skelette auf krankhafte Veränderungen. Und wir hörten den Grund für die vielen Todesfälle.

Interessant war, dass unsere Geschichte zum Teil ganz nahe, unter uns liegt. Schön, wie mit Hilfe moderner Technik zusätzlich viele Informationen über unsere Vergangenheit in Erfahrung gebracht werden können.

Linda Sukup · 1SPB

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