Barrierefreiheit ist facettenreich

„Im Stadtzentrum St. Pöltens gibt es 2 barrierefreie Lokale …“

„Am Domplatz befindet sich seit 2 Jahren ein (vermeintlich) behindertengerechtes WC; für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer/innen ist es jedoch alleine unmöglich zu benützen, da die Tür schwer zu öffnen ist…..“ (Elisabeth Maier)

Im Rahmen des Inklusiven Pädagogik-Unterrichtes setzten wir uns am 18.11.2019 mit dem Thema Behinderung und Barrierefreiheit auseinander. Treffpunkt war das Bildungshaus St. Hippolyt, welches im Bereich Barrierefreiheit eine Vorreiterrolle spielt. Direktor Erich Wagner-Walser informierte uns über den Umbau des Gebäudes sowie über die Herausforderungen und Probleme, die mit einem barrierefreien Umbau einhergehen. Anwesend war auch Frau Maier, die seit über 20 Jahren aufgrund eines Verkehrsunfalls auf den Rollstuhl angewiesen ist. Immer an ihrer Seite ist ihr Assistenzhund Atar, der neben dem Befehl, Sachen aufzuheben, die hinuntergefallen sind, noch viele andere beherrscht.

Mit einem Spaziergang durch die Innenstadt rundeten wir unsere Erfahrungen ab. Schnell merkten wir, dass viele Wege für Rollstuhlfahrer/innen nicht barrierefrei sind. Vor allem Kopfsteinpflaster ist für Frau Maier besonders unangenehm, wenn nicht sogar gefährlich.

Der Vormittag mit Frau Maier war für uns sehr bereichernd, da uns nicht bewusst war, dass das Leben für Menschen mit Behinderung in vielen Städten noch immer nicht barrierefrei ist.

Mag.a Monika Zöttl

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