Besuch einer Zeitzeugin

Zeitzeugin – Gertraud Fletzberger

„… was man nicht weiß, macht man wieder …“

Am 30. Mai 2018 besuchte die Zeitzeugin Gertraud Fletzberger im Rahmen des HSP-Unterrichts das Kolleg 2SPK und die 3SPB. Sie erzählte von ihren Erlebnissen während der NS-Zeit und ihren Fluchterfahrungen nach Schweden, die die Schüler/innen und Studierenden sehr berührten.

Kurzbiografie

Gertraud Fletzberger wird 1932 in Wien geboren. Sie wächst im evangelischen Glauben auf, zu dem ihr Vater übergetreten ist. Erst nach dem „Anschluss“ im März 1938 erfährt sie von ihren jüdischen Wurzeln. Die Eltern beschließen, Gertraud, ihren zehnjährigen Bruder und ihre fünfjährige Schwester mit einem Kindertransport nach Schweden zu schicken, um ihr Leben zu retten. Nach fast zwei Jahren bei Pflegeeltern kann Gertraud Fletzberger von ihrer Mutter, die inzwischen ebenfalls nach Schweden geflüchtet ist, wieder aufgenommen werden. Ihr Vater überlebt den Krieg in Italien und Frankreich. 1947 kehrt die Familie nach Wien zurück.

Gertraud Fletzberger studiert Biologie und Sport und wird Lehrerin. Nach der Pensionierung schließt sie noch das Studium der Skandinavistik ab und beginnt, sich als Zeitzeugin zu engagieren.

Sie möchte unbedingt, dass diese Zeit niemals in Vergessenheit gerät.

„Was man nicht weiß, macht man wieder!“ – so lautete ihr Schlusswort.

Mag.ª Monika Zöttl

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