Born to be wild!

Im letzten Semester ihrer Ausbildung bekamen die Studierenden des Kollegs für Elementarpädagogik noch Gelegenheit, eine profilierte Stimme der kindlichen Entwicklung live zu erleben. Dr. Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und Wissenschaftler, hielt am 9. März 2018 im Rahmen der Tagung »Born to be wild! Kinder und Jugendliche verstehen« einen Vortrag zum Thema »Zwischen Bullerbü und Shanghai. Wie fördern wir unsere Kinder?«. Er behandelt die Themen Entwicklung und Erziehung aus einer evolutionären Perspektive. Wie Kinder sich verhalten, auch wenn es uns oft »schwierig« und »problematisch« erscheint, kommt nicht von ungefähr, hat es ihnen doch über tausende von Jahren geholfen, erwachsen zu werden. Verstehen wir den Sinn hinter kindlichem Verhalten, können wir die Entwicklung unserer Kinder eher gelassener begleiten. Kinder richten ihre Bedürfnisse auf das Hier und Jetzt. Sie suchen nach Sein und Entspannung, Sicherheit und Heimat und finden dies in Beziehungen und wertschätzender Begleitung. Beziehungen brauchen Zeit und Ruhe, Präsenz und Ressourcen und das scheint heutzutage oft schwer, meint Renz-Polster. Er versucht, die Bedürfnisse des Kindes und die Notwendigkeiten unseres heutigen modernen Lebens in Einklang zu bringen und betont, wie wichtig es ist, dass wir vor lauter Zielen, die wir für die Kinder haben, nicht vergessen, welche wunderbare Reise das Leben mit ihnen ist.

Im Sinne der angesprochenen Thematik gab es anschließend in acht Workshops Gelegenheit, sich mit Grundlagen pädagogischer Ansätze wie beispielsweise Schörl-Pädagogik, »Neue Autorität«, Erlebnispädagogik einerseits bekanntzumachen und andererseits schon vorhandenes Wissen zu vertiefen. Die Workshops gaben wertvolle Impulse, wie Kinder stark für das Leben gemacht werden können.

Mag.ª Edith Feuchtner

Tagung »Born to be wild! Kinder und Jugendliche verstehen«

 

 

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