»Mein Stottern« | 2EPK

Stottern? Wie ist das, wenn die Worte steckenbleiben? Wie lebt man damit? Diese und mehr Fragen stellten sich die Studierenden des Kollegs für Elementarpädagogik 2EPK in der letzten Schulwoche. Mit dem Besuch des Films »Mein Stottern« und der anschließenden Diskussion in Anwesenheit einer der beiden Regisseurinnen, Petra Nickel, konnte Wissen über das Stottern gewonnen und mit so manchen Vorurteilen und Klischees aufgeräumt werden.

Birgit Gohlke, Filmemacherin und Betroffene der Redeflussstörung, entschließt sich, mit ihrem Stottern »Frieden« zu schließen und das Thema gemeinsam mit Petra Nickel, einer Logopädin und Kulturschaffenden für Film- und Theaterprojekte, dokumentarisch zu bearbeiten. Die Interviews mit betroffenen Stotterern wirken so authentisch und offen und sind von einem tiefen Verständnis füreinander geprägt, weiß doch Birgit Gohlke selbst sehr genau, wie das Stottern verunsichern kann. Die Betroffenen haben einen sehr individuellen unterschiedlichen Umgang mit dem eigenen Stottern, und jeder hat so seine Strategie, den Alltag besser bewältigen zu können.

Petra Nickel überzeugte uns in der anschließenden Diskussion davon, dass sich ihre logopädische Spezialisierung auf Stottern und Stimme mit Zugängen aus dem Schauspiel verbinden lassen. Dieses Wechselspiel machte den Film »Mein Stottern« so wunderbar. Im Gespräch mit ihr bekamen wir einerseits den Eindruck, welche Thematiken mit dem Phänomen Stottern verbunden sind, andererseits wie Kultur und Logopädie zusammengebracht werden können.

Mag.ª Edith Feuchtner

Kolleg 2EPK: Filmbesuch »Mein Stottern« mit Mag.ª Edith Feuchtner

Print Friendly, PDF & Email