Schneeschuh-»Migratio«

Nein, sie sind nicht wirklich »ausgewandert« in die nördlicheren Gefilde Niederösterreichs, manche haben aber möglicherweise ob der ausgesprochen herrlichen Erfahrungen beim Schneeschuhwandern in Gutenbrunn ernsthaft mit diesem Gedanken gespielt …

Die Anreise zu unserer Unternehmung am 29. Jänner 2019 gestaltete sich noch etwas schwierig. Dichtes Schneetreiben, Nebel, ungeräumte, teilweise ziemlich glatte Fahrbahnen und ergo hängengebliebene LKWs auf der B36 im Hölltal ließen zunächst eher einen ziemlich turbulenten und rauen Tag erwarten. Überraschenderweise konnten wir nach kurzem Warten dann doch passieren, und je weiter wir Richtung unserer Destination kamen, umso freundlicher wurde die Witterung. Angekommen am Parkplatz vorm »Restaurant Pension Seewolf« lichtete sich der Himmel, und die Sonne selbst schien als Begrüßungskomitee zu fungieren. Traumhaft!

Nachdem wir – das Kolleg für Sozialpädagogik 3SPK und ihre Begleiter/innen, Elisabeth Auer und Wolfgang Gruber – die Schneeschuhe und die dazugehörigen Stöcke vom Seewolf-Chef persönlich in Empfang genommen hatten, konnte das Abenteuer auch schon losgehen. Wir entschieden uns, den circa 14 Hektar großen Edlesberger See zu umrunden. Völlig unverspurtes Gelände, pulvrig-fluffiger Neuschnee, Sonnenschein, – 5 bis – 6 Grad Celsius, windstill – nicht zu toppen!

Nach in etwa eineinhalb Stunden amüsant-fröhlicher Wanderung – trotz sich nach Dienstantritt bald wieder einmal vornehm zurückziehender Sonne – erreichten wir erneut unseren Ausgangspunkt. Da alle noch über genug Kraftreserven verfügten, entschlossen wir uns, noch eine kleine Extrarunde zurück nach Edlesberg – natürlich nicht auf der schnöden Straße, sondern, wie es sich für ambitionierte Schneeschuhwanderer gehört, im tiefverschneiten Gelände – und von dort in einem gemütlichen Bogen wieder Richtung »Seewolf« zu drehen.

Als Belohnung für die Anstrengung wartete dann zum Abschluss noch ein köstliches Mittagessen im »Seewolf« – mit Blick auf den zugefrorenen und schneebedeckten Edlesberger See und eine emsig das Futterhäuschen vorm Fenster frequentierende Vogelschar – auf uns. Unser aller Fazit: Ein ausgesprochen gelungener, mehr Energie spendender als kostender und höchst vergnüglicher Tag – »migratio« ins Waldviertel nicht ausgeschlossen …

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