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Montag, 27 September 2021 09:24

„Träume gehen nie in Rente … wir schon“

Mit diesem wunderbar lebensfrohen Motto luden am 21. September 2021 sechs Kolleginnen und ein Kollege zu ihrer schulischen Pensionierungsfeier ein, die – zumindest für die Kolleginnen – schon letztes Jahr hätte stattfinden sollen, Corona geschuldet aber bedauerlicherweise abgesagt werden musste.

Diesmal hat es aber – trotz noch immer andauernder Pandemie – geklappt. Drei ehemalige Direktor:innen sowie zahlreiche (Ex-)Kolleg:innen beehrten die Feierlichkeit mit ihrer Anwesenheit.
Im Mittelpunkt standen die Protagonist:innen OStRin Mag.ª Helga BÖCK (Biologie und Chemie), OStRin Mag.ª Theresia KLONNER (Mathematik, Röm.-kath. Religion, Administration), OStRin Mag.ª Marianne NIKLAS (Englisch, Rechtskunde, Schulqualitätsmanagerin), OStRin Mag.ª Eveline RICHTER (Pädagogik, Didaktik/Praxis, Abteilungsvorständin BAfEP), OStRin Mag.ª Gudrun SCHAWARZ (Biologie und Chemie), OStRin Mag.ª Brigitte SCHWENDINGER (Deutsch, Bibliothekarin) und FOL Peter STANGER (Didaktik/Praxis BASOP, Supervisorische Begleitung).
Nach einem Sektempfang im Hof des Praxiskindergartens eröffnete ein Ensemble von Gitarrelehrer:innen die Feier im 3. Stock unserer Schule.
Der neue Schulleiter, Mag. Rainer KALTEIS, würdigte in seiner kurzweiligen Rede die frischgebackenen Pensionäre (einige von ihnen haben ihn anno dazumal schon unterrichtet) für ihr – überwiegend – jahrzehntelanges Engagement an unserem Haus und gab dabei auch die eine oder andere Anekdote zum Besten. So ist ihm, da er „bei der Aussprache des Englischen eher mäßig begabt war“ (Originalzitat), folgender Satz von Kollegin NIKLAS, die ihn in der 1. Klasse unterrichtete, erinnerlich („Wahrschein¬ich, weil ich diesen oft gehört habe“ [Originalzitat]): „Rainer, das gibt’s ja nicht, ein schönes ‚th‘ [Anm.: /tiː/ /eɪt͡ʃ/] bitte!“ Insbesondere kehrte er aber die vielseitigen und breitgefächerten Interessen und Ausbildungen hervor, von der Musik, der Oper über diverse Sprachen (u. a. Französisch und Schwedisch), die Jurisprudenz bis hin zum Schulqualitätsmanagement, in dessen Rahmen sie in ihrer Schullaufbahn viele Prozesse und Projekte höchst engagiert angeleitet und initiiert hat. Tack så mycket för allting!
Er entsinnt sich auch einer anderen imperativischen Aussage, die er von Kollegin RICHTER – jeglicher „schwarzen Pädagogik“ völlig abhold – „vor allem dann“ zu hören bekam, wenn er „zu keck agiert habe“ [Originalzitat]): „Rainer, gib die Brille runter!“ 😉 Neben dieser humorigen Erinnerung betonte er aber nachdrücklich, wie wichtig ihr in ihrer täglichen Arbeit als Abteilungsvorständin, Lehrerin und Kollegin ein wertschätzender Umgang miteinander stets war.
Über die Kollegin SCHAWARZ (Biologie und Chemie), eine ausgewiesene Weltenbummlerin mit nur wenigen „weißen Flecken“ auf ihrer persönlichen Weltkarte, wusste er zu berichten: „Wollten wir, beispielsweise vor herausfordernden Schularbeiten, keinen Unterrichtsstoff machen, dann haben wir dir gewieft eine Frage zur Bergwelt und den Freuden der Bergsteigergilde gestellt, und die Stunde hat mit launigen Erzählungen ihren Lauf genommen.“ Der Autor dieser Zeilen kam – mit analoger Vorgangsweise – auch des Öfteren in den Genuss, diesen hochspannenden und amüsanten Reiseberichten lauschen zu dürfen! Vielen Dank dafür, liebe Gudrun!
Zwei schulinterne Neologismen gehen auf die mit reichlich „trockenem Humor“ ausgestattete Kollegin BÖCK zurück und machen sie „in unserem Haus dauerhaft sprachlich allgegenwärtig“: „Böckologie“ = Synonym für Biologie und „Helgarium“ = charmantes Synonym für das von ihr höchst liebevoll gepflegte Aquarium im Foyer. Als einige Beispiele für ihre vielseitige und vielschichtige Arbeit über vier Jahrzehnte hinweg führte unser Schulleiter die Aktivitäten mit den Kindergartenkindern, die Betreuung von Unterrichtspraktikant:innen, die landesweiten Biologie-Arge-Leitungen und personalvertreterliche Belange an und dankte ihr dafür.
Kollegin SCHWENDINGER verbringt ihre neugewonnene Zeit unter anderem gerne in der Natur. „Deine Fotos, die du auf Facebook postest [Anm.: Die Adressatin musste hier korrigierend intervenieren: Es handle sich richtigerweise um den Mediendienst ‚Instagram‘ … 😉], sind mittlerweile legendär, und deine Anzahl an Followern lässt so manchen Jungspund vor Scham erröten.“ Außerdem sei es ihr Verdienst, durch ihre eigene Begeisterung Generationen von Schüler:innen für die Literatur entflammt und so „dem gegenwärtigen Mainstream der sprachlichen Verarmung im Alltag entgegengewirkt“ zu haben. Welch schöne direktoriale Komplimente!
Bei Kollegin KLONNER hob Mag. KALTEIS besonders ihre vielen Talente hervor, die mit der Übernahme der Schuladministration stark zum Vorschein kamen: „Deine Fähigkeit den Überblick zu behalten, wenn sich um 7:30 Uhr gleichzeitig drei Lehrer krankmelden, den Kollegen das Gefühl zu geben, sich auskurieren zu können und nicht mit Fieber in die Schule zu müssen, bei der Stundenplangestaltung nicht nur pädagogische, sondern auch familiäre Belange zu berücksichtigen und vor allem, dass man immer das Gefühl hatte, zu dir kommen zu können, um Wünsche oder Bitten zu formulieren.“ Wie wahr!
Folgende für sich sprechenden Abschiedsworte von Studierenden an den Kollegen Peter STANGER – er wechselte für seine letzten drei Berufsjahre von Stams nach St. Pölten – brachte unser Herr Direktor der Feiergemeinschaft zu Gehör: „Lieber Peter, wir wollen uns bei dir für die vergangenen zwei Jahre bedanken. Durch deine Erfahrungsberichte, deine Aufrichtigkeit und unsere gemeinsamen Gespräche konnten wir viel für unser Berufsleben und unseren persönlichen Werdegang mitnehmen. Danke, dass du uns immer gehört, gesehen und verstanden hast!“
Nach einem weiteren Gitarrenstück, mit Querflöten-Unterstützung, traten OStRin Mag.ª Michaela LURGER und Mag.ª Angelika SCHANDL – als Personalvertreterinnen für das gesamte Kollegium sprechend – ans Rednerpult. Sie stellten die Besonderheiten und Liebenswürdigkeiten der Neupensionäre heraus, dankten ihnen für ihr großes Engagement sowie die schöne gemeinsame Zeit im Haus und hatten auch noch ein paar Ermunterungen für sie parat: „Bleibt gesund. Genießt euren Ruhestand und eure neugewonnene Freiheit (ohne Termine, ohne Läuten der Schulglocke, ohne Konferenzen, ohne Distance Learning) und genießt die Zeit. Nutzt sie für die schönen Dinge des Lebens, wie Hobbys, Reisen, Kunst, Kultur und Sport. Vergesst aber dabei nicht: ‚Wie herrlich ist es, nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn.‘“ [Anm.: Gedicht von Heinrich Zille]
Die beiden Rednerinnen überreichten den Geehrten anschließend Präsente, die sie noch länger an ihre Lehrtätigkeit im Haus erinnern sollen.
Stellvertretend für alle „Ruheständler:innen“ ergriff nun Brigitte SCHWENDINGER das Wort und strich in ihrer Rede nachdrücklich heraus, dass die BASOP/BAfEP von allen nicht so sehr als Arbeitsplatz, sondern viel mehr als Lebensort – quasi als erweiterte Familie – wahrgenommen wurde, und bezeichnete sie sogar als eine „Insel der Seligen“ – sowohl hinsichtlich Kolleg:innenschaft als auch Schüler:innen und Studierenden. Man muss ihr – bei allen Unzulänglichkeiten, die es in Gemeinschaften immer und überall gibt – nolens volens beipflichten.
Zwei Beiträge – mit dem Anlass entsprechend adaptierten Texten – vom Lehrer:innenchor unter der bewährten Leitung von Mag. Alois STAFLINGER markierten den Schlusspunkt der schulischen Verabschiedungsfeier: „Pfiat euch Pensionisten, jetzt geht’s volle Post ins Leben, könnts beruhigt die Zeit genießen, wir wer’n euch vermissen!“ (frei nach „Ruby Tuesday“ von den Rolling Stones) und „Weil’s nåcha Zeit is, so såg’n ma jetzt pfiat Gott“.
Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Speis und Trank mit außerordentlich hohem Augen- wie Gaumenschmausfaktor klang die wunderschöne Feier, für die wir uns bei unseren lieben Gastgeber:innen ganz herzlich bedanken, in bester Stimmung im Jochrisihof in Nadelbach aus.
Und … „Weil’s nåcha Zeit is, so såg’n ma jetzt pfiat Gott [Anm.: = Behüte dich/euch Gott]!“

Mag. Wolfgang GRUBER

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